Autor Thema: Skalarnachwuchs  (Gelesen 2019 mal)

Birgit

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Skalarnachwuchs
« am: Mai 12, 2015, 20:46:42 »
So, ich hoffe, ich kann nun endlich über meinen Nachwuchs bei den Skalaren berichten, nachdem die Kleinen vor 3 1/2 Wochen geschlüpft sind und nun hoffentlich nichts mehr schief geht.

Zunächst kurz die Vorgeschichte.
Anfang des Jahres ( oder Ende letzten Jahres )erwarb ich 3 Skalarmännchen, 2 Marmorskalare und 1 Goldkopf- oder Koiskalar, die ich in einem Gemeinschaftsbecken zusammen mit Pulchern und einem Antennenwels hielt.
Sehr schnell stellte sich heraus, dass das kleinste "Männchen", der Goldene, ein Weibchen war.
Sie und einer der Marmornen bildeten ein Paar und legten auch relativ schnell Eier. Diese verpilzten aber ziemlich zügig und den Rest hat der Ancistrus erledigt. (Was ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht wußte).
Da die Beiden sehr agressiv gegenüber dem 3. Marmorskalar waren, siedelte ich sie in ein anderes Becken um. Hier hatten sie Gesellschaft von 3 Antennenwelsen, einigen Zebrabärblingen und Metallpanzerwelsen.
Innerhalb der nächsten Wochen hatten das Paar mehrere Gelege, die sie auch immer sehr gut gepflegt haben. Beim letzten Gelegen haben sie es sogar geschafft, dieses gegen alle Feinde zu verteidigen und die Jungen bis zum Freischwimmen durch zu bekommen!
Leider habe ich es aber versäumt, die Kleinen entsprechend zu füttern, so dass sie vermutlich verhungert sind.
Nachdem mir die Zwei nach so viel Mühe ernsthaft leid taten, habe ich mich intensiv mit der Skalarzucht beschäftigt und viel darüber gelesen.
Nun sollten sie eine faire Chance bekommen, einen Wurf in Ruhe groß zu ziehen.
Meine, retorisch nicht gerade überwältigenden, Aufzeichnungen darüber, stelle ich hier nun ungeschminckt und ohne großartige Verbesserungen ein:

Skalar“zucht“
11.04.15
Nachdem das Skalarpärchen mehrfach vergeblich abgelaicht hat, entweder das Gelege war verpilzt oder die Ancistren haben die Eier gefressen, ist es ihnen gelungen, um den 30.3. herum ein Gelege zum Schlüpfen zu bringen. Leider habe ich dies zu spät gesehen und die Jungen sind vermutlich verhungert. Eine Woche später hatten sie bereits wieder gelegt! Doch durch das Vertreiben der anderen Fische, kam das Paar nicht dazu, das Gelege gut zu versorgen und es ist wieder verpilzt.
Heute, am 11.4. habe ich die Beiden in den 6 eckigen 60 Liter Cube umgesetzt. Die Härtewerte sind fast gleich mit denen aus dem ursprünglichen 160 Liter Becken.
12.4.15
Temperatur   25°
GH      6°
kH      5°
pH      8
1TL Eichenextrakt zugefügt, um pH runter zu bekommen.
16.4.
Durch Zugabe von bis zu 3 TL Eichenextrakt den pH auf unter 7,5 bekommen.
Das Paar hat angefangen, eines der Anubiablätter zu putzen. Auf Grund dessen nochmal einen 40%igen Wasserwechsel gemacht. 25 ml Aquasafe und 3 TL Eichenextrakt hinzugegeben.
Neuen Artemiaansatz gemacht.
17.4.
Heute Mittag haben sie gelaicht.
Wenn der Vorgang beendet ist, wird nochmal der Wasserwert gemessen.
Der pH Wert ist mit Hilfe von Eichenextrakt weiterhinauf knapp unter 7,5
18.4.
Das Weibchen kümmert sich gut um das Gelege. Bisher 4-5 verpilzte Eier gesehen, die aber von dem Weibchen entsorgt wurden.
Wieder 3 TL Eichenextrakt zugefügt.
Überlege, ob ich ein Mittel gegen Laichverpilzung zu geben soll.
Lt Hochflosser.de braucht so ein Gelege 24 – 48 Stunden, je nach Wassertemperatur, bis zum Schlupf.
Die ersten 24 Stunden sind jetzt herum.
19.4.
Jetzt nach ca 48 Stunden beginnt das Weibchen die Eier auf ein anderes Blatt umzulagern.
Interessant ist, dass sie genau aufpasst, ob die Eier liegen bleiben, wenn eines herunter fällt, fängt sie es auf und legt es ggf an eine andere Stelle.
Nachmittags zum ersten Mal eine Teelöffelspitze Artemien gegeben. Obwohl ich noch keine geschlüpften Fische gesehen habe, möchte ich auf Nummer Sicher gehen, dass direkt die ersten was zu fressen haben.
Die ersten ca 50 Fischlis sind gegen frühem Abend geschlüpft.
Eine zweite Flasche Artemia angesetzt, zum einlaufen.
20.4.
Die geschlüpften Jungtiere sind schon gewachsen, so dass auch ich jetzt die „Schwänzchen“ erkennen kann.
20 Liter Wasser gewechselt und mit 20 ml Aquasafe und 3 TL Eichenextrakt angereichert.
Heute früh etwas zerriebenes Flockenfutter und heute Mittag eine halbe Portion Plankton Pur mini von JBL gefüttert. Ob die Kleinen schon Futter aufnehmen kann ich nicht sagen, aber ich will auf Nummer Sicher gehen.
21.4.
Wieder 20 L Wasserwechsel. Mit 10 ml Aquasafe und 3 TL Eichenextrakt aufbereitet.
Nach Rückfrage bei Tetra, ob ich bei täglichem WW immer den Aufbereiter zutun muss/soll/kann wurde ich darüber informiert, dass dies auf jeden Fall wichtig ist. Allerdings haben wir bisher falsch dosiert, denn die Menge richtet sich nach dem gewechselten Wasser und nicht nach dem Gesamtvolumen des Beckens.
Heute früh wieder zerriebenes Flockenfutter und später 1 Beutel Plankton pur gegeben. Dem Paar einen Würfel Tubifex gegeben.
Abends: ich bin der Meinung, bei einigen der babys bereits erste zaghafte Schwimmversuche beobachtet zu haben.
Neue Artemiaflasche angesetzt. Diesmal mit Osmosewasser.
22.4.
25 Liter Wasser gewechselt ( 12,5 ml Aquasafe und 3 TL Eichenextrakt zu gefügt).
Bei der Gelegenheit, und weil die Jungen noch nicht frei schwimmen, auch den Bodengrund so weit wie möglich gereinigt. Was nicht ganz so einfach war, da das Elternpaar sehr aggressiv auf Störungen jedweder Art reagiert.
Die Scheiben ebenfalls so weit wie möglich gereinigt und den Filter gesäubert.
Sobald die Jungen frei schwimmen, sind diese Arbeiten erstmal nicht möglich, da ich der Meinung bin, dass dann die Gefahr besteht, die Kleinen zu verletzten oder gar zu töten.
23.4.
Erste zaghafte Schwimmversuche. Auf dem Anubiablatt wuselt es wie verrückt 
24.4.
Die Jungen schwimmen frei! Die Eltern versuchen die Kleinen im Schutz der Wasserpflanzen zu halten.
Den täglichen Wasserwechsel mache ich jetzt nicht mehr durch ein feinmaschiges Netz, sondern durch ein Artemiensieb. Die Babys sind noch so klein, dass sie durch das Netz mit abgesogen werden könnten.
Heute schon zweimal Plankton gefüttert. Nachher gibt es nochmal eine kleine Portion Artemia und heute Abend eine etwas größere Portion.
25.4.
Das mit den Artemia gestern hab ich leider nicht geschafft, da ich durch einen Anruf vergessen habe, den Luftströmer wieder einzuschalten, so dass am Abend die Artemia tot waren. Dementsprechend gestern nochmal Plankton gefüttert.
Heute früh zerriebenes Flockenfutter.
Leider beim Dehner kein Plankton mini erhalten, aber dafür Sera micron, ein Staubfutter speziell für frischgeschlüpfte Fische. Hoffe meine Artemia sind ab morgen zum Füttern bereit, so dass ich da endlich in einen vernünftigen Rhythmus komme.
Die Kleinen wuseln durchs ganze Becken und halten die Eltern gut auf Trab.
Ersten, vorsichtigen Schätzungen zufolge, sind es um die 100 Jungfische.
An den täglichen WW haben die Alttiere sich langsam gewöhnt und attakieren mich dabei nicht mehr so stark, solange ich in „meiner“ Ecke bleibe.
26.4.
Beim abendlichen Füttern der Kleinen hatte ich den Eindruck, das Männchen würde abseitsschwimmende Junge einsammeln und in die „Futterwolke“ bringen.
Habe heute bei Andre und Andrea die Katze aus dem Sack gelassen und es den beiden erzählt. Hatte bisher nicht den Mut, dies zu tun, denn bisher war es immer so, dass sobald ich etwas gesagt habe, es mit der jeweiligen Brut nicht geklappt hat. Daher hab ich diesmal ein paar Tage gewartet.
30.4.
Die Kleinen sind nach wie vor putz munter.
Der Vater, Blacky, führt sie öfter durchs Becken. Es sieht witzig aus, wenn die Babys im Schwarm dem Alten folgen.
Mehrmals am Tag sieht es so aus, als ob die Elterntiere den Jungschwarm in zwei Gruppen teilen. Die vorwiegend helleren sind dann bei Goldy, der Mutter und die meist dunklen bei Blacky.
Ich füttere 4 mal am Tag. Wenn die Artemien soweit sind, gibt es vormittags und abends davon. Morgens und Nachmittags das micron von Sera.
Der Vater führt ggf den Schwarm zum Futter.
Wenn die Kleinen gefressen haben, haben sie ganz dicke kleine Bäuche und schwimmen hauptsächlich unten, als wären sie zu schwer um oben zu schwimmen.
Der tägliche WW ist in der Zwischenzeit auch für die Alttiere zur Gewohnheit geworden, sie bleiben dabei vollkommen ruhig.
Beim Stammtisch am gestrigen Mittwoch habe ich es publik gemacht.
3.5.
Am 1.5. drei geteilte Becken mit den Maßen 120:30:50 und eines mit 100:30:50 ebenfalls in der Mitte geteilt, gekauft. Damit müssten wir genügend Platz zur Aufzucht der Jungtiere haben.
Wasseraufbereiter gewechselt. Habe jetzt eine Eigenmarke vom Fischfuttertreff.
Mich würde mal interessieren, ob Fische via Körpersprache mit den Jungen kommunizieren.
Beim WW waren die Elterntiere erst total ruhig. Die Kleinen schwammen neugierig in der Nähe des Ablaufschlauches. Ohne dass eine Veränderung eingetreten ist, was die Jungen ggf erschreckt haben könnte, schwamm mit einem Male der gesamte Schwarm geschlossen, aber ruhig zum Vater.
Hat er sie zu sich „Beordert“ weil sie zu dicht am Schlauch, der „Gefahrenquelle“ waren oder war es Zufall?
Wenn Fremde; Lina, Addi; Franzi, ans Becken gehen, werden die Alttieren total aggressiv.
Bei mir drohen sie einmal kurz, sind dann aber beruhigt. Auch Andrzej wird nur kurz gewarnt, dann darf er aber in der Nähe des Beckens bleiben.
Großen Wassertest via Seratröpfchentest gemacht.
Zur besseren Kontrolle das Wasser vor und nach dem täglichen 20 Literwechsel getestet:
Temperatur:      25°
pH         7,5   7
Gh         8   7
kH         7   6
NH4         0   0
NH3         0   0
NO2                 knapp 1,0   0,5  trotz WW noch dieser hohe Nitritwert! Daher direkt nochmal 10 Liter Wasser gewechselt und den Filter gereinigt. Danach war der NO2 Wert auf 0 runter.
NO3         50   0
PO4         4   4
Der hohe Nitritwert, trotz täglichem Wasserwechsel, ist erschreckend! Das heißt, ab sofort täglich mindestens 30 – 40 Liter Wasser erneuern! Und alle drei bis vier Tage den Filterschwamm auswaschen.
Alle anderen Werte sind voll und ganz in Ordnung. Die etwas höheren Härtewerte vor dem WW sind normal, da ich nur 3 Teelöffel Eichenextrakt ins Wechselwasser tue und diese innerhalb von 24 Stunden ihre Wirkung verlieren. Mehr will ich aber nicht rein machen, zumal die Tiere mit diesen Werten gut zurechtkommen.
Eisen und Kupfer habe ich bewußt nicht getestet, denn Eisen wäre für Pflanzen wichtig, die in diesem Becken vernachlässigt werden können. Kupfer kommt durch Kupferrohre, Medikamente oder Wasser“verbesserer“ ins Wasser. Alle diese Faktoren habe ich in diesem Becken nicht.
10.5.
Die Jungtiere wachsen, dass es eine Freude ist!
Einer ist schon dabei, der bereits langsam die typische Form der Skalare annimmt.
Hatte eigentlich vor, die Eltern heute herauszunehmen. Denn 1. Ist das Becken auf Dauer zu klein für das Paar, 2. Verursachen die Kleinen jetzt langsam aber sicher auch jede Menge Dreck und zusammen mit dem der Alten ist die Wasserbelastung nicht von der Hand zu weisen und 3. Muss ich aus o.g. Punkt jedes mal einen mindestens 75 %igen WW machen, so dass der Wasserstand für die Großen dann schon hart an der Grenze ist. Ist zwar immer nur für ein paar Minuten, aber wenn man Stress vermeiden kann….! 4. Habe ich Angst, dass die Eltern vor Hunger irgendwann ihre Babys auffressen.
Allerdings habe ich gestern sehr lange vor dem Becken gesessen und konnte beobachten, dass die Eltern den Kleinen tatsächlich zeigen, dass man das Futter auch von den Blättern und dem Boden aufnehmen kann. Es wirkte sogar so, als würde die Mutter einige Unentschlossene regelrecht füttern. Sie nahm Futter vom Boden auf und spuckte es in die Gruppe der Babys.
Zu Punkt 4 glaube ich doch nicht, dass dies in nächster Zeit passiert, denn die Mutter hat ein totes vom Boden aufgenommen, als ob sie „prüfen“ wollte, ob es wirklich nicht mehr lebt, und dann wieder ausgespuckt. Wenn sie die Jungen fressen würden, hätte sie dieses eine ja verschluckt und nicht wieder ausgespuckt. Ausserdem fressen die Eltern von dem Babyfutter mit und haben auch Verdauung, so dass sie wohl nicht allzuviel Hunger haben können.

Birgit

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Antw:Skalarnachwuchs
« Antwort #1 am: Mai 15, 2015, 21:57:43 »
Am Wochenende werde ich voraussichtlich dazu kommen, mal ein paar Fotos zu machen. Mein Chef hat mir freundlicher Weise seine Kamera geliehen.
Vorab aber nochmal ein Zwischenbericht meiner "Räuberbande"

13.5.
Der Größenunterschied bei den Jungen ist enorm. 3 oder 4 sind dabei, die schon richtig wie kleine Skalare aussehen und sogar schon den Ansatz der verlängerten Brustflossen haben. Die Größe dürfte so bei 1,5 cm liegen. Einige wiederum sind erst max. 0,5 cm und ähneln noch eher Kaulquappen. Der große Rest liegt mit ca 1 cm und einer Form, die so langsam Richtung Skalar geht, dazwischen.
Ich muss jetzt wohl auch anfangen mal etwas größeres Futter zu geben.
14.5.
Waren heute bei Melanie, weil mir die Artemieneier ausgegangen sind. Von ihr haben wir auch noch einen Ansatz Grindalwürmer bekommen. Diese werde ich dann jetzt in kleinen Mengen mit zufüttern.
Den Kleinen kann man beim Wachsen regelrecht zusehen! Ich habe fast das Gefühl, da ändert sich im 2 Stundentakt was.
Der Größte, dem man schon angesehen hat, dass es ein Skalar werden will, sieht jetzt schon richtig wie ein Miniskalar aus! Sogar die langen Brustflossen sind schon vorhanden und stimmen von den Proportionen her.
Von den ganz Kleinen, die eher noch wie Kaulquappen aussehen, haben ganz viele auch schon mächtig aufgeholt. Es sind nur noch so an die 10 Stück, die noch recht schmächtig sind. Ich vermute, dass sie einfach später geschlüpft sind, denn fressen tun sie und es ist auch genug Futter für alle vorhanden, so dass sich auch die Kleinsten und Schwächsten satt fressen können.
Melanie haben wir ein Video gezeigt, da das mit dem fotografieren immer noch nicht klappt, und auch sie ist, genau wie Andre, der Meinung, dass es über 100 seien! Ich kann so viel zählen, wie ich will, ich komme immer so an die 50 – 60.
Naja, spätestens beim Umsetzten in die Aufzuchtbecken wissen wir, wie viele es sind.
15.5.
Die Grindals sind größten Teils doch noch zu groß, obwohl die kleinen Freßsäcke sehr interessiert daran sind und mit viel Elan auf die „Jagd“ danach gehen, respektive schwimmen.
Werde die Alttiere jetzt am Wochenende wohl endgültig aus dem Becken nehmen, denn langsam aber sicher wird es recht eng und ich habe den Eindruck, dass der Stresspegel langsam steigt.
Bei Hochflossen.de habe ich gelesen, dass die Elterntiere nach ca 4 Wochen das Interesse an den Jungen verlieren und sich nicht weiter um sie kümmern. Davon merke ich allerdings nichts. Sie verteidigen nach wie vor ihre Brut und sammeln sie wie gehabt in einer Ecke, wenn ich im Becken zu tun habe. Den Schlauch beim WW z.B. sehen sie als potentielle Gefahr (zu Recht) und halten die Jungen davon fern. Wenn dies aus welchen Gründen auch immer nicht klappt, greifen sie solange den Schlauch an, bis ich ihn aus dem Becken entferne. Auf Grund der Vorsicht der Eltern ist es mir bisher auch nur einmal passiert, dass ich einen Babyfisch mit abgesaugt habe. Den ich aber retten konnte und wohlbehalten ins Kinderzimmer zurücksetzten konnte.
Ich hätte nie gedacht, dass Fische während der Aufzucht so viel an ihre Jungen weitergeben und diese ein regelrechtes Erziehungsprogramm durchlaufen. Es sind Verhaltensweisen dabei, die ich von höheren Säugetieren her kenne, aber von Fischen?!
Das Ganze ist echt eine faszinierende Angelegenheit und ich opfere gerne jeden Tag meine Mittagspause, um mich um das Jungvolk zu kümmern.

Birgit

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Antw:Skalarnachwuchs
« Antwort #2 am: Mai 22, 2015, 21:20:32 »
Das mit den Fotos ist eine never ending Storry! Bilder hab ich jetzt zwei, drei ganz nette, aber die Datei ist zu groß!
Ich gebe es jetzt auf mit der Technik! Wer das Wuselvolk sehen möchte, ist herzlich eingeladen, bei uns vorbei zu kommen! Kaffee und für Andre Osmosewasser gibt es auch!
Aber dafür funktionieren meine Finger noch und diese haben wieder ein paar Zeilen in den Laptop gebracht.
Hier nun eine weitere Fortsetzung meiner laienhaften Zucht, bzw. Vermehrung.

17.5.
Heute zum ersten Mal Tubifex, Bachröhrenwürmer, gefüttert. Habe die Würfel zerbröselt und eingeweicht und dann ins Becken gegeben. Erst haben die Kurzen etwas irritiert geguckt, dann aber festgestellt, dass es sich um eine schmackhafte Angelegenheit handelt.
Ich müßte eigentlich mal ganz dringend den Mulm absaugen, was aber ziemlich kompliziert wird, da die Jungen derartig neugierig geworden sind und sich von den Eltern nicht mehr wirklich davon überreden lassen, dass meine Hand ein gefährlicher Feind ist. Ich hab noch keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen werde.
18.5.
Habe heute versucht, mal wenigstens „grob“ den Dreck zu entfernen.
Aber anscheinend steht zur Zeit „Verteidigung“ auf dem Stundenplan. Sobald ich ans Becken komme, sammelt das Weibchen einen Großteil der Jungen und geht dann wieder sehr massiv auf den Schlauch los! Es sieht tatsächlich so aus, als wollte sie ihnen die Abwehr potentieller Gefahren zeigen.
Beim absaugen des Wassers musste ich den Einlauf mit meinen Fingern schützen, damit mir keine Jungen mit abgesaugt werden. Dabei wurde ich sehr schmerzhaft und ohne Unterbrechung von der Mutter angegriffen.
Ich glaube, jetzt wird es wirklich Zeit, die Alten herauszunehmen und die Aufzuchtbecken langsam in Betrieb zu nehmen.
22.5.
Das Paar heute Mittag aus dem Becken genommen und vorerst im 60 Liter „Pflanzenbecken“ untergebracht. Da ich nicht weiß, ob sie zunächst aggressiv auf die anderen Fische reagieren, respektive ihre Jungen suchen, habe ich sie erst einmal in ein separates Becken gesetzt. Dort sollen sie 2 - 3 Tage bleiben und wenn sie ruhig bleiben, können sie in ihr ursprüngliches Becken zurück.
Das Männchen war in den ersten ein bis zwei Stunden sehr gestresst! Er stand die ganze Zeit an der Wasseroberfläche und hat gepumpt, wie ein Ackergaul.
Aber bis zum Abend hat er sich beruhigt und schwimmt schon wieder recht gelassen und neugierig durch das Becken. (Hoffentlich nicht auf der Suche nach einem geeigneten Laichplatz! Den Zahn werde ich ihm dann aber ganz schnell ziehen!)
 Habe heute Mittag der Bande nochmal Grindalwürmer angeboten. Und siehe da, jetzt ist es nicht mehr nur lustig, wie die zappeln! Nein, die schmecken auch noch!

Birgit

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Antw:Skalarnachwuchs
« Antwort #3 am: Mai 28, 2015, 10:34:44 »
So, Dank Andres und Andreas Hilfe schaffe selbst ich das "idiotensichere" Hochladen der Fotos.  *smile rolleye*

Sorry Andrea, das konnte ich mir nicht verkneifen.   *zwinker*

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Birgit

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Antw:Skalarnachwuchs
« Antwort #4 am: Juni 07, 2015, 19:22:04 »
So, jetzt ist es amtlich!
Habe die Kleinen heute in die Aufzuchtbecken umgesetzt, da es im Kinderzimmer langsam aber sicher etwas eng wurde.
Nach 3 Stunden sind sie jetzt auf vier Becken verteilt. Zwei haben den Stress leider nicht überlebt. Daher sind es jetzt "nur" noch
                                                                 
                                                                                     177 kleine Skalare!

Jetzt muss ich mal die nächsten Tage abwarten, ob sie alle den Umzug unbeschadet überstanden haben und dann kann ich sie inserieren.
Ich denke, Ende Juni/Anfang Juli kann ich dann die Größten in hoffentlich gute Hände abgeben.
Vermutlich wird das die größte Herausforderung werden, wenn ich so mitkriege, was ihr mit potentiellen Interessenten schon so erlebt habt.
PS Fotos folgen demnächst.

Birgit

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Antw:Skalarnachwuchs
« Antwort #5 am: Januar 19, 2016, 21:42:20 »
Letzter Eintrag in mein "Skalartagebuch" : am Samstag, den 16.1. habe ich die letzten der Jungtiere dank Adolfs Hilfe, verkauft.