Autor Thema: Nachzuchtbericht Rotpunkt Ancistrus , Ancistrus sp. „Rio Paraguay“  (Gelesen 2756 mal)

RalfE

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Nachzuchtbericht Rotpunkt Ancistrus , Ancistrus sp. „Rio Paraguay“

Elternbecken:
100cmx50cmx45cm, abgetrennte Filterkammer mit Schaumstoffmatte und ca. 1,5 L Siporax.
Mäßige Strömung durch Luftheber tschechischer Bauart.

Besatz:
2:3 Ancistrus sp. „Rio Paraguay“, diverse Beifische wie Weißwangengrundel, Apistogramma borellii, Epyplatis annulatus.
Die Beifische sind überwiegend halbwüchsige Jungtiere und nur aufgrund diverser Umbaumaßnahmen so zusammen gekommen.

Einrichtung:
Diverse Ton und Bambusröhren, Schiefersteine, Wurzel, diverse Pflanzen.
Wasserwerte: PH 7,6 , Leitwert 360us, Temperatur 23°C
Bodengrund feiner Kies 1-2mm.

Nach einem >80% Wasserwechsel (wegen eines erhöhten Nitritwertes im noch nicht voll eingefahrenen Becken), wurde in der Nacht vom 26. Auf 27.12.2015 abgelaicht.
Wetter zu dieser Zeit: Ab 25. und am 26./27. Schneefall und kalt.

Am 27.12.2014  früh lag ein Laichballen vor dem Schiefer-Unterstand eines Männchens.
Das Gelege wurde entnommen und in eine 2 Liter fassende Plastikdose überführt. Das Beckenwasser wurde nicht übernommen, sondern zu 100% durch über einen Kohle-Blockfilter aufbereitetes, temperiertes Leitungswasser, ersetzt.
Der Behälter wird zwecks Umwälzung mäßig belüftet.
Zur Verhinderung von Laichverpilzung wurde ein halbes Seemandelbaumblatt zugegeben.
Die Gelegegröße betrug über den Daumen gezählt ca. 55 Eier.
Am dritten Tag wurde der Behälter gereinigt, das Wasser wieder zu 90% ersetzt und 3 unbefruchtete Eier wurden mittels Nadel und Spritze entfernt.
Die Temperatur im unbeheizten Zuchtbehälter liegt bei 22°C

4.1.2015 - Nach 7 Tagen erfolgte der Schlupf der meisten Larven, bei einigen wurde mit einem Wasserstrahl einer Spritze etwas nachgeholfen, 2 Eier sind nicht geschlüpft, 3 Larven verendeten während des Schlupfes. Diese wurden entfernt.
Ein Großteil des Wassers wurde wieder ausgetauscht, ebenso das halbe Seemandelbaumblatt.
Die Jungfische haben einen sehr großen Dottersack und sind hellgelb gefärbt.
In diesem Stadium wird nicht aktiv geschwommen.

6.1.2015 - Da 2 Larven verendet sind, wurde feiner Sand an einigen Stellen eingebracht, damit die Larven nicht nur auf dem Plastikboden liegen müssen, auf dem sich möglicherweise ein Bakterienfilm bilden kann. 

8.1.2015 - Der Dottersack ist merklich kleiner geworden, es ist erste Pigmentierung feststellbar, die Form hat sich vom „Ei mit Schwänzchen“ in Richtung „Wels mit Dottersack“ verändert.
2 Larven sind wohl wieder gestorben und wurden abgesaugt.
Offensichtlich konzentrieren sich die Larven an schwächer beleuchteten Stellen, einige hängen unter einem halbierten Tontopf, andere unter den schwimmenden Seemandelbaumblättern, der Großteil sammelt sich in einer beschatteten Ecke.
Die Pigmentierung der Tiere ist sehr unterschiedlich, von hell orange bis bräunlich kommen alle Schattierungen vor.
... Die Jungtiere verteilen sich im Laufe des Tages zunehmend im Becken, wobei der Großteil immer noch in einer Ecke sitzt.
Da ich nicht weis, ab wann die Tiere Nahrung aufnehmen, wurden geringe Mengen Mikrowürmchen sowie grün-brauner Algenbelag von einer Abdeckscheibe als mögliches Futter eingebracht.

Anbei noch ein paar Bilder der jetzt 4 Tage alten Larven und der Aufzuchtbox.
... Fortsetzung folgt.

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Ralf

RalfE

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Hallo,

mal ein kleiner Update in Bildern.
Ich füttere derzeit wenig Staubfutter aus zerriebenen Futtertabletten, Brennessellaub, Chlorella-Algenpulver, Spirulinapulver, und Mikro-Würmern. Ob die Kleinen schon gezielt davon fressen kann ich jedoch nicht mit Sicherheit sagen.
Ich finde die Kleinen sehen immer mehr nach Welsen aus ;-)

Gruß
Ralf

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RalfE

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Hallo,

heute sind 46 Jungtiere in ein 12 Liter Becken umgezogen.
Gefiltert wird mit Schwammfilter, eingerichtet ist das Becken mit einer kleinen Wurzel, etwas Buchenlaub, Sand als Bodengrund, Höhlen aus Schiefer und Siporax, etwas Javamoos.
Der Großteil der Jungtiere ist bereits dunkel, aber 5 bis 6 Tiere sind immer noch hell.
... schaun mer mal ob alle den Umzug unbeschadet überstehen.

Gruß
Ralf
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Ralf

RalfE

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... hier das Becken:

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Hallo,

4 Jungtiere sind inzwischen verendet und wurden abgesaugt. Den anderen habe ich heute erstmals eine dünne Gurkenscheibe angeboten, welche sofort angenommen wurde.

... aber seht selbst ...

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Hallo,

aufgrund eines Wunsches der Chefin nun auch ein Bild eines möglichen Elterntieres.

Gruß
Ralf

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Hallo,

im Elternbecken hat sich wieder etwas getan ...

und die Kleinen Welse vom Jahreswechsel sind auch munter.


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RalfE

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Antw:Nachzuchtbericht Rotpunkt Ancistrus , Ancistrus sp. „Rio Paraguay“
« Antwort #7 am: Februar 01, 2015, 09:28:04 »
Hallo,
wieder mal ein Update.

25.1.2015  ... Gelege im Elternbecken ...

30.1.2015  Das Gelege wurde aus der Höhle des Männchens gewedelt und lag 15 cm weiter. Dieses wurde in ein vorbereitetes 12 Liter Becken mit Sand als Bodengrund überführt. Mit einem halben Blumentopf wird das Gelege etwas beschattet.

31.1.2015  Am Nachmittag sind die ersten 4 Larven geschlüpft.

Den Jungtieren von Anfang Januar geht es weiterhin gut, sie wachsen recht langsam.

Gruß
Ralf

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Antw:Nachzuchtbericht Rotpunkt Ancistrus , Ancistrus sp. „Rio Paraguay“
« Antwort #8 am: November 13, 2015, 12:15:46 »
Hallo,

... na ... schnell wachsen sie ja nicht gerade, die größten Nachzuchten haben wohl gerade mal 4 cm ... aber schön sind sie geworden.
Leider gibt sich das im Alter etwas :-(
Inzwischen gab es aber auch wieder einmal Nachschub, welcher nun etwa eine Woche alt ist. Das Foto wurde beim Umsetzen gemacht, als ich die Jungtiere aus der Bruthöhle geschüttet hatte.
Ich liebe die kleinen als Saubermänner, in jeder Marina Brutbox habe ich so 4-5 drin.

Gruß
Ralf

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