Autor Thema: Giftigkeit von Leuchtstoffröhren  (Gelesen 686 mal)

Andrea

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Giftigkeit von Leuchtstoffröhren
« am: Januar 23, 2019, 14:12:01 »
Hallo Leute,

vor ein paar Tagen ist mir beim Röhrenwechsel einer der beiden Metallköpfe der T5-Röhre abgefallen.
Dass das in der Röhre enthaltene Gas nicht gesund ist, ist wohl klar, aber wie gesundheitsschädlich ist sowas wirklich?
Vielleicht sollte ich meinen Röhrenvorrat und alte defekte Röhren auch besser ausserhalb der Wohnung lagern...
 *denk*
Viele Grüße

Andrea
Wußtet Ihr schon?
Halophile Bakterien leben überwiegend saprophytisch; es gibt jedoch auch phototrophe Formen.
Die Minorität ist obligat, das Gros lediglich fakultativ bis gar nicht -ergo tendenziell opportun- pathogen.
  ;)

Wäre es nicht adäquat, den Usus heterogener Termini zu minimieren?

janus38

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Antw:Giftigkeit von Leuchtstoffröhren
« Antwort #1 am: Januar 25, 2019, 09:51:12 »
Hallo Andrea,
das enthaltene Gas selbst ist unkritisch, namensgebend handelt es sich um eine Edelgasmischung ("Neon"), die überhaupt nicht reagiert (da Edelgas, 8. Hauptgruppe...).

Giftig an den Lampen sind die von innen auf die Röhren aufgedampften Phosphor- und Quecksilberanteile und sogenannte "seltene Erden". Die treten aber nur aus, wenn man das Glas selbst beschädigt und/oder die innere weiße Beschichtung gelöst wird. War die Lampe betriebswarm, kann daraus auch ein Quecksilberdampfrest entweichen, der natürlich gesundheitsschädlich ist.

Osram (und auch die meisten Lampenhersteller) geben hierzu eine sehr gewissenhafte Anleitung, wie bei sowas vorzugehen ist:
https://www.osram-group.de/de-de/sustainability/environmental/sustainability-criteria/mercury/handling-broken-lamps

Das BFR hatte zur tatsächlich bestehenden Gefahr mal veröffentlicht, dass selbst eine Zuwiderhandlung (man lüftet nicht...) aller Punkte bei einer einmalig zerbrochenen Lampe in der Praxis nicht zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen wird, ausgegangen ist man von Personen ab dem 3. Lebensjahr. Problematisch ist der regelmäßige Umgang mit defekten Leuchten, die Allmählichkeitsverluste durch unzureichende Lampenabdichtung (Quecksilber entweicht in geringen Mengen kontinuierlich) bei Billigfabrikaten und die regelmäßige unfachgerechte Entsorgung durch Zertrümmern in der Tonne, wodurch man auch wieder Quecksilber ausgesetzt wird.

Allen diesen Punkten ist eines gemein:
Probleme nur bei regelmäßig niedriger, aber wiederkehrender Exposition, für eine akute Vergiftung mit einer einmalig defekten Lampe muss man Kleinkind sein und/oder den Inhalt der Leuchtstoffröhre quasi aufessen. Kein Witz: Es gibt in Indien anscheinend Fakire, die die Scherben als Beweis ihrer körperlichen Unzerstörbarkeit essen.....
Von Welsen ver(b)arscht, vom Regenbogen gefischt...

www.deppenapostroph.info

Andrea

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Antw:Giftigkeit von Leuchtstoffröhren
« Antwort #2 am: Januar 25, 2019, 17:44:16 »
Hi Stephan,

Danke für die ausführliche Info :)

Dann kann ich die offenen Tees und Salz in der Küche doch noch verwenden  *daumenhoch*

Dankeschön &
Viele Grüße

Andrea
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Halophile Bakterien leben überwiegend saprophytisch; es gibt jedoch auch phototrophe Formen.
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