Autor Thema: Manacapuru Rotrückenskalare  (Gelesen 5575 mal)

Rage

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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #15 am: November 17, 2017, 11:58:59 »
Und noch zwei Bilder, auf denen man vielleicht die hübsch dicken Bäuche sieht 😀

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Rage

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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #16 am: November 29, 2017, 23:48:04 »
Nach 3 Wochen zeigen die kleinen endlich zu welchem Stamm sie gehören. Sie wachsen und gedeihen gut und die ersten zeigen die ersten Ansätze der Skalarform.
Das Weibchen regiert weiterhin ausgesprochen aggressiv auf jede Aktion am Becken. Nur wenn ich vor dem Becken hantiere ist sie inzwischen ruhiger.
Ich sauge jeden 2. Tag ca. 5 Liter Wasser ab und beseitige damit Futterreste und Ausscheidungen. Dazu habe ich einen Luftschlauch mit einem Kabelbinder an einem Alustab befestigt. So muss ich nicht mit der Hand im Wasser herumrühren und komme leicht in jede Ecke.
Die Mama greift allerdings auch diesen Stab an, und das mit einer Wucht, die man ihr nicht zutraut. Wenn ich mit dem Stab allerdings Scheinangriffe vornehme, dann hält sie sich zurück, was mir deutlich lieber ist, weil ich wirklich sorge habe das sie sich verletzt.
Auch das Artemiasieb wird generell angegriffen. Sie schießt von unten mit voller Wucht dagegen.

Die jungen reagieren nur noch recht zögerlich auf ihre Signale zur Schwarmbildung. Die meisten allerdings versammeln sich schon noch in ihrer Nähe, wenn sie mit den Flossen und ihrem Körper rückt.

Morgen stelle ich ein 100x50x50 Becken auf, das noch ein bis 2 Wochen eingefahren wird.
Dort kommt dann auch ein Bodengrund, Wurzeln und Pflanzen mit rein. Das wird dann das nächste Domizil der Jungen ohne die Mutter.
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Rage

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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #17 am: Dezember 01, 2017, 21:36:47 »
Fütterung der Raubtiere 😀

Artemia für die noch ein bisschen aufholen müssen und Wasserflöhe, Cyclops für Mamma und die, die sie schon schaffen.
Witzig ist, das sich einige der kleineren Jungen vor den "riesigen" Wasserflöhen erschrecken 😂

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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #18 am: Dezember 14, 2017, 23:08:17 »
Die Jungs sind jetzt schon einige Tage in das Meterbecken umgezogen.
Das Becken hat im Moment noch nur Wurzeln und einen Sandboden drin. Werde am Wochenende noch Pflanzen nachrüsten.
Füttern tu ich sie in der Hauptsache mit Cyclops, Wasserflöhen, Eintagsfliegenlarven und gefriergetrocknete Artemia.
Artemianauplien füttere ich auch noch zu, bis die jetzt angesetzten Flaschen leer sind. Es sind noch ein paar Nachzügler dabei, die aber immer öfter auch an die Wasserflöhe gehen.
Umgesetzt habe ich 170 Jungens (sicher auch Mädels 😀), allerdings haben es ein paar von den Nachzüglern nicht geschafft den Stress zu verarbeiten und sind gestorben. Dürften so zwischen 5 und 10 gewesen sein.
Die kräftigsten Fischlein sind inzwischen auf ca. 2 cm gewachsen.

Ich hab festgestellt, das sie beim füttern erst mal wie verrückt auf das freut schwebende Futter gehen. Alles was am Boden ankommt wird eine ganze Zeit lang vernachlässigt. Wenn ich dann aber eine längere Futterpause einlege, wird auch am Boden gesucht und gefressen.

Die junge nagen suchen jetzt schon gerne die Plätze unter den Wurzeln auf, dort scheinen sie sich am wohlsten zu fühlen. Ich bin gespannt, was geschieht, wenn auf einmal Grünzeug im Wasser auftaucht, das kennen sie ja noch nicht 🎄🌴🍃😂
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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #19 am: Dezember 25, 2017, 12:50:12 »
Hab mal versucht ein video bei you Tube hochzuladen.

https://youtu.be/sbOiOEm8AKk
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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #20 am: Januar 01, 2018, 17:27:28 »
Knapp 8 Wochen nach dem Schlupf sind einige der Jungen ca. 5-6 cm groß. Es sind aber einige die nur etwa auf die Hälfte kommen, was mich doch etwas erstaunt.
Fressen tun alle wie verrückt. Selbst wenn gerade erst gefüttert wurde und die Bäuche deutlich voll sind, gehen sie an weiter angebotenes Futter wie ausgehungert.
Gefüttert wird immer noch 2-3x täglich Cyclops als Lebendfutter vom tümpeln, dazu 2x täglich Granulat 1-2mm oder TK Artemia oder Flockenfutter....meistens ein Mix aus 2 Sorten. Ab und an auch noch das Granulat von Adolf, was ebenfalls immer noch gierig verschlungen wird. Im Lebendfutter habe ich zur Zeit auch viele Eintagsfliegenlarven und die werden auch sehr gerne gefressen. Ist immer sehr interessant zu sehen, wie diese flinken Biester gejagt werden.
Wasserwechsel mache ich ca. alle 10 Tage etwa 50% die Wasserwerte aktuell sind pH 7, und 140 Microsiemens, nitrit und Nitrate im grünen Bereich (also gelb beim Tröpfchentest).
Die Eltern sind im Gesellschaftsbecken und es geht ihnen gut. "Wildes ableichen" könnte ich seither nicht beobachten.

Edit: Noch Bilder eingefügt.
Edit 2: Text zum Lebendfutter ergänzt.

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« Letzte Änderung: Januar 02, 2018, 10:42:58 »
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Antw:Manacapuru Rotrückenskalare
« Antwort #21 am: Mai 20, 2018, 16:03:11 »
Zum Abschluß des Nachzuchtberichtes noch ein paar Bilder der Jungfische im Alter von 6 Monaten und ein paar Tagen.
Die meisten Fische sind verkauft.
Ein Teil an Privatleute, ein Teil direkt an den Einzelhandel, der Großteil an Aquarium Glaser für einen anständigen Preis.

Als Fazit möchte ich noch ein paar Worte loswerden.

Die Aufzucht war im Prinzip recht einfach.
Ich würde die Jungen immer wieder in einem eingerichteten Becken großziehen. Es hat keine Ausfälle gegeben und sie können so wesentlich besser natürliche Resistenzen aufbauen. Als sie etwas älter waren, kamen 6 Hemiloricaria melini (Prachthexenwels siehe letztes Foto) mit in das Becken, damit sie sich an andere Fische gewöhnen.

Der Verkauf war sehr schleppend.
Das lag zum großen Teil auch daran, das im Internet das Gerücht existiert, das Manacapuru Rotrücken unbeding KEINE roten Augen haben, was aber durch kein Foto belegt werden kann, das nachweislich Rotrücken mit schwarzen Augen zeigt, die im Lago Manacapuru gefangen wurden.
Ich hatte Kontakt zu anderen Züchtern, die der Meinung waren, es könne sich auch um Amapa Skalare handeln.
Schlußendlich war es mir egal was andere sagen!
Die Fische sind topfit,agil und sehr schön! Das waren für mich die ausschlaggebenden Punkte.
Auch der Einkäufer von Aquarium Glaser hat mir das bestätigt und ist der Meinung, das die Skalare ein gutes Potenzial haben.
Einige der Jungen habe ich für mich behalten, weil ich gerne sehen möchte wie sie sich weiter entwickeln.

Ich werde sie sehr wahrscheinlich nocheinmal verpaaren und großziehen, einfach weil es mir große Freude bereitet hat, sie wachsen zu sehen und sie zu pflegen.
Dann aber erst, wenn ich mehr Aquarien zur Verfügung habe, um sie noch gezielter aufzuziehen.


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